Informationen zum Coronavirus für Schwangere und ihre Familien

Liebe Patientinnen, liebe werdende Eltern,

die zunehmende Zahl an Menschen, die an dem Coronavirus erkranken, beschäftigt Sie wahrscheinlich in besonderem Maße. Sie sind sicherlich besorgt und haben viele Fragen, die Sie rund um Ihre Schwangerschaft und Ihre Entbindung bewegen. Das Eltern-Kind-Zentrum der Klinikum Chemnitz gGmbH möchte Sie dabei gern unterstützen.

Seien Sie versichert: Als Krankenhaus der Maximalversorgung und mit unserem Perinatalzentrum Level 1
sind wir auch in diesen herausfordernden Zeiten bestens auf Ihre Entbindung vorbereitet.
 
Nachfolgend haben wir für Sie Fragen und Antworten vorbereitet, die Sie vermutlich interessieren.
(Stand 01.04.2020)

 

Wer darf in den Kreißsaal? 

Zur Geburt darf der Kindsvater oder eine Begleitperson mit in den Kreißsaal. Zum Schutz der Schwangeren und der Begleitperson sind entsprechend Mundschutz, Schutzkittel und Handschuhe von der begleitenden Person zu tragen.

Die Begleitperson darf auch zu operativen Eingriffen, die Geburt betreffend, mit gesonderter Schutzkleidung in den OP-Saal.

 

Stehen nach wie vor Familienzimmer zur Verfügung? 

Die Familienzimmer werden zur Vorsorge und aus Schutzgründen für Mutter und Kind aktuell nicht mehr angeboten.

 

Dürfen die Mütter nach der Entbindung Besuch empfangen?

Die Mütter dürfen aus aktuellem Anlass keinen Besuch empfangen. Dieses Procedere ist im ganzen Haus einheitlich geregelt. Es gilt striktes Besuchsverbot.

Gibt es Sprechstunden oder Beratungsangebote, die derzeit nicht mehr stattfinden?

Die Geburtsvorbereitungskurse und die Akupunktursprechstunden finden aktuell nicht statt, da sich bei den Kursen immer mehr als zwei Personen in einem Raum aufhalten würden. Auch das Babyschwimmen und die Babymassage werden momentan nicht durchgeführt.

Die Hebammensprechstunde wird weiterhin angeboten, weil diese in Vorbereitung auf die Geburt wichtig ist und den werdenden Müttern nochmals die Möglichkeit gibt, wesentliche Fragen und Probleme anzusprechen.

Auch die Sprechstunde der Intensivschwangerenberatung findet weiter statt. Ausnahme ist dabei, dass der Partner oder die Begleitperson selbst nicht mit in das Sprechzimmer darf.

Die Nachsorge (nach Entlassung) wird ebenfalls weiterhin angeboten. Sofern die Frauen das wünschen, werden sie von unseren Hebammen auch nach der Entbindung zu Hause betreut.

 

Gibt es Führungen durch die Kreißsäle?

Führungen durch unsere vier Kreißsäle finden aktuell nicht statt. Diese können aber auf der Internetseite des Eltern-Kind-Zentrums virtuell angeschaut werden. Zudem planen wir ein Informationsvideo für werdende Eltern, welches nach Fertigstellung auch auf der Internetseite zu finden sein wird.

Zudem ist der Kreißsaal (Tel. 0371/ 333 24351) jederzeit telefonisch erreichbar und auch die Intensivschwangerenberatung (Tel. 0371/ 333 22297) kann während der Sprechzeiten telefonisch kontaktiert werden.

 

Was gilt für Schwangere mit Corona-Symptomen, die in der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe der Klinikum Chemnitz gGmbH entbinden wollen?

Schwangere, die Symptome aufweisen und dicht am Entbindungstermin sind, sollten sich in der Corona-Infektionsambulanz in der Chemnitzer Messe vorstellen.

Sofern bereits Fruchtwasser abgeht, Blutungen auftreten oder die Wehentätigkeit eingesetzt hat, sollen sich die Patientinnen bei uns im Kreißsaal vorstellen. Es sollte in dem Fall aber vorher eine telefonische Meldung im Kreißsaal (Tel. 0371/ 333 24351) erfolgen, dass Sie Symptome des Virus haben oder bereits infiziert sind. So wird den Hebammen und Ärzten die Möglichkeit gegeben, die vorsorglichen hygienischen Maßnahmen einzuleiten.